STARTRADER
Steve Jackson Games
Haben Sie schon einem anderen Weltraumhändler eine
Banane in den Hyperdrive geschwindelt? Oder- lachte ein Herrscher über Ihre blöden
Witze und Sie erhielten Prestige? Oder sind Sie schon zu schnell gestartet,
haben dabei Fenster zerbrochen und deshalb Prestige verloren? Oder wurde Ihre
Handelsstation zu einer Null-G Bowlingbahn
umgewandelt?
Wenn ja, dann haben Sie entweder eine blühende
Phantasie oder schon einmal Startrader gespielt. Als
Autor zeichnet der Science- Fiction-Lesern bestens
bekannte Altmeister Isaac Asimov.
Das Spielfeld ist schwarz wie der Weltraum und 5
Spiralarme mit je 6 Sternen gehen von einem Kreis mit 5 Sternen aus. Der
Mittelpunkt dieses Kreises ist ebenfalls ein Stern. Jeder Stern hat einen Namen
(vor allem SF-Freaks bekannte wie Trantor,
Hexworld,...) und eine Nummer, die mit 2 Würleln Würfelbar ist. Zwischen den Sternen gibt es verschiedene (Hyper-raum)- Verbindungen, aber nicht jeder Stern ist mit
jedem verbunden. Um von einem Stern ZU ehlem anderen
fliegen zu können, muß man mindestens so viel würfeln,
wie die Verbindung wert ist. Wage-
mutige können auch einen blinden Hyperraumsprung
ausführen, sie kommen auf jenen Stern, den die Würfel bezeichnen.
Man schlüpft nun in einen der Charaktere, die jeder
besondere Eigenschaften haben z.B. kann der Ingenieur einen zusätzlichen
Antrieb installieren, der Händler erhält zusätzliches Prestige... Leider sind
diese Charaktere nicht mit gleichwertigen Gaben ausgestaltet z.B. das Ansehen
der nächsten Händlerkarte ist nicht sehr wirkungsvoll.
Prinzipiell geht es nun darum, Aufträge zu erfüllen
(Roboter nach Asimov oder Langlebigkeitspillen nach Heinlein).
Dafür erhält man Stellors = Geld und Prestige.
Beides braucht man um beim Herrscher eine Petition
einreichen zu können (siehe Spielende). Nach der Erfüllung eines Auftrages wird
sofort ein neuer aufgedeckt. Als Erschwernis sind einige Hürden eingebaut: Man
kann mir 2 Waren transportieren. Hat ein anderer Mitspieler die Ware schon
geliefert, verliert man entweder Prestige oder man muß
die Ware ebenfalls liefern, erhält nichts und verliert nichts. Zusätzlich kann
man oben erwähnte Bananen in den Hyperdrive eines anderen schmuggeln usw.
Es gibt 2 Spielvarianten: entweder einen Auftrag der
Herrschers zu erfüllen, oder eine Kette zusammenhängender Raumstationen zu gründen.
Die Variante 2 ist die länger dauernde, aber auch die abwechslungsreichere, da
bei der Einreichung von Petitionen sowohl Geld wie Prestige schwindet. Das
Spiel ist relativ rasch spielbar (sofern man Englisch kann) und nur zum Teil
vom Würfelglück abhängig, da auch Transportprobleme und die schon mehrfach erwähnten
Bananen vorhanden sind. Science Fiction unkundige (um
nicht zu sagen ignorante) Personen werden nur halb so viel Spaß an dem Spiel
haben wie SF-Freaks.