Brücken in die Zukunft

 

Hashi

 

Kenner von einfachen Rätseln, wie Sudokus und Nonogramme kennen wahrscheinlich auch Hashiwokakeros (vom japanischen Hashikake für Brücke), die in Zeitungen oft als Hashis bezeichnet werden. Auch in dieser Brettspieladaption von Jeffrey Allers wird der abgekürzte Name verwendet. Tauchen wir also gemeinsam ein in die Welt des Brückenbaus.

 

          Hashi ist natürlich normalerweise als Rätsel für eine Person gedacht. Dabei müssen Punkte (die Inseln) mit ein beziehungsweise zwei Strichen (die Brücken) mit den benachbarten Punkten verbunden werden. Jede Insel hat dabei eine Zahl angeführt, die die Anzahl an Brücken darstellt, die von ihr wegführen. Ziel für die Knoblerin ist es, alle Inseln mit der richtigen Anzahl an Brücken zu verbinden. Wichtig im Rätsel ist dabei noch, dass alle Inseln miteinander verbunden sind, und nicht lose Bereiche entstehen.

Soweit das Solorätsel, wie wird das jetzt zu einem kompetitiven Mehrspielererlebnis? Jeder Spieler hat eine Insel mit einer zuvor vom Nachbarn eingetragenen Zahl auf einer der Inseln. Anschließend werden 17 Karten – eine Karte ist immer zufällig nicht im Spiel – hintereinander gezogen. Jede Karte zeigt eine Zahl, die die Spielerinnen auf einer ihrer Inseln eintragen müssen, sowie eine Anzahl an Brücken, die ebenfalls eingezeichnet werden müssen, bevor die nächste Karte gezogen wird.

Die Regeln für das Einzeichnen von Zahlen und Brücken führen dazu, dass man ein wenig eingeschränkt ist, denn Zahlen darf man nur in leere Inseln (ohne Fahne) zeichnen, oder solche, die bereits eine Brücke haben. Brücken wiederum dürfen nur von Inseln mit Zahl weggebaut werden. Diese speziellen Regeln ändern nicht unbedingt zu viel am Rätsel selbst, allerdings erhält man Bonuspunkte, wenn man als erster gewisse Inseln verbunden hat. Es gibt also ständig eine Abwägung, schön die Inseln zu verbinden, und dadurch am Ende mehr Punkte durch abgeschlossene Inseln zu erhalten, oder kurzfristig und schnell Inseln abzuschließen, um Bonuspunkte zu kassieren.

 

Hashi ist ein nettes Knobelspiel und daher sehr gut als Solospiel geeignet, indem man versucht, möglichst perfekte Inselgruppen zu bauen. Auch gemeinsam mit anderen Spielerinnen bleibt es im Grunde ein Solospiel und die Herausforderung besteht darin, besser zu bauen, als alle anderen. Es ist auch schnell spielbar, und wenn alle die Regeln kennen, ist man locker auch in zehn Minuten fertig, vor allem auch, weil man relativ bald weiß, an welchen Stellen man besser keine 1er Insel setzt, da sie alles blockiert. Hier liegt, meiner Meinung nach, auch die größte Schwäche des Spiels, da es nur zwei Spielpläne gibt, weiß man bald, wie man die Inseln möglichst sinnvoll setzt und verbindet. Für einen Preis von knapp 15€ ist die Leistung aber trotzdem großartig.

  

Spieler: 1-4

Alter: 8+

Dauer: 20+

Autor:  Jeffrey D. Allers

Grafiker: Oliver & Sandra Freudenreich

Verlag: nsv 2021

Web: www.nsv.de

Genre: Ergebnis markieren

Zielgruppe: Mit Freunden

Spezial: 1 Spieler

Version: de

Regeln: cz de en es fr gr it pl pt

Text im Spiel: nein

 

Meine Einschätzung: 5

 

Zufall (rosa): 1

Taktik (türkis): 1

Strategie (blau): 2

Kreativität (dunkelblau): 0

Wissen (gelb): 0

Gedächtnis (orange): 0

Kommunikation (rot): 0

Interaktion (braun): 0

Geschicklichkeit (grün): 0

Action (dunkelgrün): 0