KINGS & THINGS

 

"Kings & Things-time-time

The Year of the Big Oops,

when the Universe was created

oops,look what I did!"

Fantasy-Boardgame

von Games Workshop

"A Fantasy-Boardgame with Everything" lautet der Slogan, mit dem der britische Spielegigant Games Workshop für sein neues Fantasy-Brettspiel wirbt.

Als ich einen ersten Blick auf Kings & Things warf, dachte ich nicht, dass ich es aus einem anderen Grund als dieser Rezension spielen würde. Ich hatte mich getäuscht und zwar ziemlich. Das Ergebnis sind 3 nette Spielabende und ca. 10 Kings & Things - Partien.

Diejenigen, die unter anderem auch mit den Augen spielen, werden ebenso Spass an diesem Spiel haben wie diejenigen die bloss auf ein ausgewogenes, einfaches Taktik- und Strategiespiel Lust haben.

Der Inhalt der Schachtel erstreckt sich im wesentlichen auf 48 farbenprächtige und graphisch interessant dargestellte Sechseckplättchen, mit denen die einzelnen Geländezonen (Sumpf, Gebirge, Eiswüsten etc. ) dargestellt werden, ca 200 verschiedene THINGS-Connter (Kreaturen, Monster, Fabelwesen, Schätze und Magische Gegenstände), ca. 50 Festungscounter und Geldcounter, das Regelheft und 4 Würfel. Das Spielmaterial ist ausgezeichnet und witzig ausgestaltet, da existieren Killer-Pinguine, Sumpfratten und andere Monster neben Baron Münchhausen und seinen Waldelben.

Nun jedoch zum Spielverlauf:

Jeder der 4 Spieler befindet sich im Range eines kleineren Noblen auf der Spielwelt, sein Ziel ist esm, wie könnte es auch anders sein, König zu werden. Er muss zu diesem Zweck eine prächtige Zitadelle errichten. Seine Probleme sind ein gewisses Mindesteinkommen von 20 GS pro Runde (pro Klimzonenplättchen, das man beherrscht, erhält man 1 Goldstück und manchmal einen

gewissen Bonus) und natürlich die anderen Spieler, die das gleiche Ziel haben.

Die Spieler sollten sich, um zu gewinnen, ein oder mehrere möglichst schlagkräftige Monsterarmeen rekrutieren und ebenso eine kluge Investitionspolitik betreiben. Zu Beginn jeder Spielrunde erhalten die Noblen Steuergelder aus ihren eroberten Gebieten, die sie Für die Rekrutierung von THINGS (Monster, Helden usw.) verwenden können und in späterer Folge für den Bau von Burgen und Türmen.

Danach erfolgt eine Phase, in der man vorher geheimgehaltene schlechte (für andere Spieler) Ereignisse (auch durch zufällig rekrutierte Counter repräsentiert) ausspielen kann.

Sodann erfolgt die Bewegung der eigenen Streitkräfte in unerforschte Klimazonenplättchen und deren (manchmal etwas gefährliche) Erforschung mit einem 6-seitigen Würfel. Die Zahl, die man wirft, ist gleich der Anzahl an THINGS, die in dem zu erforschenden Gebiet erscheinen, um es zu verteidigen. Was dann folgt ist wahrlich gruselig (Zartbesaitete sollten die nächste Zeile überspringen oder Baldriantropfen zu sich nehmen),

nämlich .... ahem die Kampfphase, in der sich die Monsterarmeen der Spieler bekriegen (ja, auch das gibt es).

Nach der Kampfphase gilt es Türme, Burgen usw zu errichten, und zu guter Letzt in einer Spielerphase erproben noch einige Spezialcharaktere wie der Meisterdieb und der Meuchelmörder ihr Können.

Abschliessend ist zu bemerken, dass KINGS & THINGS aufgrund seiner Einfachheit und Regelklarheit ein sehr unterhaltsames Strategiespiel darstellt, bei dem das Element des Spasses und der Selbstironie nicht zu kurz kommt.