EXXTRA

 

Das Spiel:

Exxtra

Von Reiner Knizia

Für 3-6 Spieler ab 8 Jahren

Amigo, 1998

Spieldauer: ca 30-45 min

Win Wertung:

* EXXTRA WW II UUU AA 3-6 m

 

Vergleichbare Spiele:

Can't Stop (franjos, M)

Gambler (F.X., T, M)

 

"Hallo, allerseits!" - wieder einmal ist Spieleabend. Nach der Begrüßung kommt dann die Frage: "Da ist ein neues Spiel, das ich ausprobieren möchte. Hast Du Lust?" "Wie lange dauert’s denn?" "Also laut Schachtel eine halbe Stunde." Naja, warum nicht?" - Es handelt sich um eine kleine rote Schachtel, fast so hoch wie breit, auf der Exxtra steht. Mit 2 großen X:

 

Die erste Hürde taucht schon auf, als wir die Schachtel öffnen: man muß nämlich den x-förmigen Spielplan erst zusammensetzen. (Allerdings sollte ein 4-teiliges Puzzle noch niemanden überfordern!) In der Schachtel ist besagter Spielplan, 12 Würfel, je 2 in einer Farbe, 6 verschiedenfarbige Spielsteine (natürlich in X-Form), 6 Scheiben mit einem X in den verschiedenen Farben, und sehr viele Füße. (Da sie zusammen mit den farbigen Scheiben nur dazu dienen, zu markieren, wer mit welcher Farbe spielt, ist mir nicht ganz klar, wozu man gleich 3 in jeder Farbe braucht!) Die beiden gleichfarbigen Würfel sind nicht etwa gleich, sondern der eine hat X, 1, 2, 3, 4, 7 auf seinen Seiten, der andere X, 1, 2, 3, 5, 6.

Das Spiel selbst ist schnell erklärt. Ein Spieler würfelt mit seinen beiden Würfeln so lange, bis er genug hat, oder bis er ein X würfelt. In diesem Fall muß er seinen Spielstein 1 bzw. bei 2 X 2 Felder zurückziehen, und der nächste ist dran. Im ersten Wurf zählt ein X allerdings nur einfach Null, und man kann weiter würfeln, wenn man will. Bei einem Pasch darf man seine Figur sofort die entsprechende Augenzahl (1, 2 oder 3 Felder) vorziehen und weiter würfeln. Ansonsten gilt die höhere Zahl als Zehnerziffer, die niedrigere als Einerziffer, z.B. ergibt 5 und 3 53, 3 und 7 73, 4 und X im ersten Wurf 40. Die höchste mögliche Zahl ist daher 76. Ist der Spieler mit seiner Zahl zufrieden, legt er seine beiden Würfel auf ein beliebiges freies Würfelfeld in der Mitte des Spielplanes ab. Legt ein Spieler seine Würfel auf ein Feld unterhalb von fremden Würfeln ab, und seine Zahl ist mindestens gleich hoch wie die des anderen, werden die fremden Würfel rausgeworfen.

Liegen die Würfel eines Spielers noch auf einem Würfelfeld, wenn er wieder an die Reihe kommt, darf er seine Spielfigur so viele Felder vorwärts ziehen, wie die Nummer des Würfelfeldes. (Je weiter oben, desto höher!) Und dann muß er wieder würfeln. Wer als erster das Zielfeld erreicht, hat gewonnen.

Klingt simpel? Ist es nicht ganz so. Vor allem zu sechst ist es eher unwahrscheinlich, daß die Würfel selbst mit 76 eine ganze Runde überstehen, wenn man sie weit oben hinlegt, Andererseits stellt sich natürlich auch die Frage, ob man einen anderen hinauswirft, oder seine Würfel nicht lieber weiter oben hinlegt, um selbst viele Punkte zu machen.

 

Im Ganzen gesehen, ist Exxtra ein nettes kleines Spiel für zwischendurch, schnell erklärt, kurzweilig (vor allem für boshafte Leute) und einfach zu lernen. Die Spielregel ist kurz, präzise und mit vielen Beispielen versehen. Es funktioniert auch zu dritt sehr gut (da sind die Chancen eine Runde zu überstehen dann natürlich viel besser), hat allerdings natürlich einen sehr hohen Glücksfaktor.